Auszeit zu zweit, trotz Pflegebedarf.

Wie Paare gemeinsame Reisen vorbereiten und passende Unterstützung finden

(djd). Beim Stichwort „pflegende Angehörige“ wird oft vor allem an die Kinder der Pflegebedürftigen gedacht. Doch häufig sind es in Ehe oder Partnerschaft lebende Personen im etwa gleichen Alter, die die Hauptlast der Pflege schultern. „In dieser Konstellation sind oft sogar beide Beteiligten pflegebedürftig“, weiß Pflegeberaterin Tanja Ruck von der Pflegeberatung compass. Besteht dann der Wunsch nach einem Urlaub, möchten viele Paare natürlich auch gemeinsam verreisen.

Bei der Vorbereitung beraten lassen

Da bei einem Urlaub mit Pflegebedarf einiges zu beachten ist, bedeutet das oft einen hohen Planungsaufwand für die belastbarere Person in der Partnerschaft. „Davon sollte man sich aber nicht entmutigen lassen, sondern rechtzeitig Unterstützung suchen“, so die Fachfrau. Eine Pflegeberatung kann bei der Organisation helfen und Finanzierungsmöglichkeiten aufzeigen.

Unabhängig und kostenfrei gibt es diese beispielsweise für jeden unter der Service-Nummer 0800-1018800. Bei privat Versicherten deckt compass auch Videogespräche und Hausbesuche ab. „Am einfachsten zu organisieren ist ein Urlaub in Deutschland“, erklärt Ruck. Denn hier können sowohl das Pflegegeld und die Verhinderungspflege als auch Mittel für die Kurzzeitpflege, der Entlastungsbetrag sowie Pflegesachleistungen genutzt werden. Für Urlaub im Ausland lassen sich hingegen nur Pflegegeld und Verhinderungspflege einsetzen.

Spezialisierte Veranstalter finden

Wichtig ist, mit der Vorbereitung frühzeitig zu beginnen. Denn neben der Wahl von Ziel und Unterkunft sollten auch die Anreise, die gesundheitliche und pflegerische Versorgung vor Ort sowie die Mitnahme der nötigen Medikamente und Hilfsmittel geplant werden. Mittlerweile gibt es hierzulande zahlreiche Reiseveranstalter und Pflegehotels, die auf Menschen mit Unterstützungsbedarf spezialisiert sind – Adressen finden sich in der Pflegesuche auf Portalen wie www.pflegeberatung.de. Sie bieten neben barrierefreien Räumlichkeiten und pflegerischer Unterstützung oft auch passende Wellness- und Freizeitangebote an.

Foto: djd/compass private pflegeberatung GmbH